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Bärchen-Wurst demnächst aus Übersee?

So langsam fühle ich mich nur noch veräppelt – jetzt jammert der Wursthersteller Reinert, dass das deutsche Schweinefleisch zu teuer sei:

Der Fleischwarenhersteller leidet unter hohen Schweinepreisen

schreibt das Haller Kreisblatt.

Die Schweinepreise seien um 40% gestiegen und die Branche hat mit der Rohstoffknappheit zu kämpfen.

Gestiegene Schweinepreise

In der Tat, die Preise für Schweinefleisch bewegen sich auf einem Niveau, so dass die Schweinehalter auch eine schwarze Zahl schreiben, ja sogar etwas Geld verdienen – großartige Sprünge können sie bei den Preisen noch nicht machen.

Wir können ja mal ganz simpel rechnen:

Für das Ferkel hat der Mäster etwa 75,-€ bezahlt. Das Ferkel hat eine Vollverpflegung mit Futter, Wasser, warme Unterkunft inkl. Strom macht wieder etwa 85,-€. Für das geschlachtete Tier erhält er zur Zeit gute 180,-€, d.h. für seine Arbeit bekommt der Landwirt 20,-€ pro Schwein.

Geiz ist geil

Zurück zu Reinert: knappe Rohstoffe, „hohe“ Schweinepreise, zudem hat das Unternehmen Lieferverpflichtungen und das schlimmste: sie können die Preissteigerung nicht an ihre Abnehmer weitergeben.

Hm, da muss ich mich doch sehr wundern, wo doch in Deutschland alle meinen, unsere Fleisch- und Wurstwaren seien viel zu billig. Zudem beteuern doch ständig alle, sie würden gerne freiwillig mehr zahlen?!

Tierwohl ist zu teuer

Reinert sieht nun die Lösung in Fleisch aus Übersee: das Unternehmen möchte Fleisch aus den USA einführen.

In den Leitsätzen des Unternehmens möchte man sich jedoch gerne Bestrebungen hinsichtlich Umwelt- und Tierschutz auf die Fahne schreiben:

Suche nach praktikabler und ökonomisch umsetzbarer Lösung hinsichtlich verbessertem Tierwohl in der Schweinehaltung wird fortgesetzt.

Weiter heißt es in den Leitsätzen, dass kleine und mittlere Unternehmen in der Kette berücksichtigen und die regionale Landwirtschaft fördern möchte.

Antibiotikafreiheit

Dem Unternehmer Reinert war es außerdem wichtig, auch hinsichtlich Einsatz von Antibiotika ein Zeichen zu setzen. So führte Reinert die Marke „Herzenssache“ ein, denn 100% antibiotikafrei sei eine Herzensangelegenheit für die Familie Reinert.

Und das Ende vom Lied – ist ernüchternd

Tja, nur so bald es ums Geld geht, werden all die guten Vorsätze über Bord geworfen. Das werden die regionalen Landwirte gerne gegen amerikanische ausgetauscht, da ist das Tierwohl vollkommen nebensächlich, der Einsatz von Antibiotika ebenfalls und zudem die CO2-Bilanz des Transportes.

Und wir bekommen alle einen wundervollen Blick in die Zukunft:

Wir benötigen für die Umsetzung von mehr Tierwohl steigende Preise. Nur wir haben keinen Binnenmarkt. Und wir sind halt austauschbar. Lippenbekenntnisse bringen uns gar nichts. Nationale Alleingänge in Bereichen Umweltschutz und Tierwohl verteuern hier die Produktion. Nur der Bedarf wird dann aus dem Ausland gedeckt – vollkommen egal, wie dort die Tiere gehalten werden, wie dort die Arbeitsbedingungen in den Betrieben sind und welche Medikamente dort eingesetzt werden.

Wenn wir es nicht schaffen, im Bereich Tierwohl- und Umweltstandards europaweite Lösungen zu finden und 5 x D (in Deutschland geboren, aufgezogen, gemästet, geschlachtet und verarbeitet) als Qualitätsmerkmal zu etablieren, sehe ich absolut schwarz für unsere Schweinehalter.

Allgemein, Bauern, Kommentar, Landwirtschaft, soziale Medien, Tierrechtler, USA

Und niemand denkt an die Tiere…

Tierrechtsaktivisten stürmen Sauenstall in Holland

Eine Gruppe von rund 125 Tierrechtsaktivisten hat sich am Montag mit brachialer Gewalt Zutritt zu einem Sauenstall verschafft und diesen für rund 10 Stunden besetzt. Die Mitglieder der international agierenden Kampagne „Meat the Victims“ forderten die Freilassung der Tiere. Auf Videos und Bildern konnten wir verfolgen, wie sie sich auf den Gängen in den Abferkelställen, Warteställen und Ferkelaufzuchtställen verschanzten.

Mediale Aufmerksamkeit

Auch in Live-Videos kann man in den sozialen Medien ihre Aktion verfolgen. Ohne jegliches Unrechtsbewusstsein gehen diese Menschen in die Stallungen, dort von einem Abteil ins andere – als wäre das ihr gutes Recht und vollkommen selbstverständlich. Es werden Ferkel auf den Arm genommen, die Sauen flippen im Abferkelstall aus – ja, weil die „bösen bauern“ sie eingesperrt haben – NEIN, weil sie ihre Ferkel schützen wollen, die sich zwangsläufig für ein Foto für die mediale Aufmerksamkeit des Tierrechtlers schreiend auf dessen Arm befinden.

Tierschutz – Fehlanzeige

Niemanden aus diesen Gruppen geht es um Tierschutz – denn sich aktiv für Tierschutz einzusetzen erfordert vor allem Fachwissen – dieses fehlt hier jedoch vollkommen. Diese Menschen haben keine Ahnung, wie Schweine sich verhalten, sie wissen nichts über diese Tiere. Sie haben keine Idee, welche Gefahr sie Betrieb und Tiere aussetzen, wenn sie einfach so in die Ställe eindringen.

Die Tiere haben panische Angst, weil sie das einfach nicht kennen, dass dort so viele Menschen lauthals schreiend/sich unterhaltend in den Abteilen aufhalten, dass dort so viele Menschen sich schnell bewegend durch die Abteile irren. Diese Tiere haben massiv Stress, weil sie diese Aktion überhaupt nicht einordnen können. Ich möchte nicht wissen, wie viele Ferkel von den panischen Sauen im Abferkelstall erdrückt wurden, weil die Sauen so „durch den Wind“ waren.

Bildquelle: pigbusiness.nl

Solche Aktionen haben wirklich gar nichts mit Tierschutz zu tun – diese sind für unsere Tiere einfach nur purer Stress.

Tierrechtler tragen Verantwortung für die Tötung aller Tiere

Diese Aktivisten haben ohne mit der Wimper zu zucken den gesamten Betrieb, alle Tiere des Bestandes, in Gefahr gebracht – und das scheint ihnen für ihre mediale Aufmerksamkeit auch vollkommen egal zu sein. Es waren Aktivisten aus Holland, Belgien und Deutschland vor Ort. Aufgrund der Gefahr der Einschleppung einer Tierseuche (in Belgien gibt es zur Zeit etliche Fälle von afrikanischer Schweinepest) steht es im Raum, dass die niederländischen Behörden vorsorglich den gesamten Schweinebestand dieses Betriebes töten lassen.

Sehr geehrte Tierrechtler, das habt Ihr dann zu verantworten!

Ich finde es beschämend, dass diese Menschen sich überhaupt keine Gedanken über uns und unsere Tiere machen. Es geht ihnen nur um ihr eigenes kleines Ego – um die Aktion, um die mediale Aufmerksamkeit. Niemand von diesen Aktivisten denkt an die Tiere, an die Menschen, an die Familien hinter den Betrieben.

Liebe Kollegen – lasst uns zusammenhalten!

Richtig klasse fand/finde ich die Solidarität in den Niederlanden unter den Landwirten. Innerhalb kürzester Zeit sind viele Kollegen zum Betrieb gefahren, um sich solidarisch zu zeigen. Sie haben die Familie super unterstützt. Auch im Netz war der Zusammenhalt enorm – einfach richtig klasse!

Meine Gedanken sind, wie auch die vieler unserer Berufskollegen, bei der Familie des Betriebes. Diese wurden am Verlassen des Stalles gehindert und so quasi in Geiselhaft genommen. Es tut mir unendlich leid, was Ihr am Montag für ein Leid ertragen musstet. Wir stehen hinter Euch und werden Euch unterstützen, wo wir können. Wir hoffen inständig, dass Eure Tiere nicht getötet werden müssen. Falls es doch sein muss, werden wir ein Spendenkonto einrichten, damit Ihr möglichst schnell wieder Euren Betrieb aufbauen könnt.

Lasst uns zusammenstehen, auch grenzübergreifend!

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The Cinnamon Ridge Farm oder irgendwie muss das Jersey Kälbchen doch noch mit ins Handgepäck passen…

Gestern morgen kreuzten wir den Mississippi und fuhren von Illinois nach Iowa.

Dort besuchten wir John und Joan Maxwell auf ihrer Cinnamon Ridge Farm.

Die beiden managen einen Milchviehbetrieb mit 210 Jersey Kühen 😍😍😍. Diese werden in vier Robotern gemolken. Daneben halten sie noch etwa 5.000 Schweine von 5kg-120kg. Sie machen etwa zwei Durchgänge, d.h. mästen circa 10.000 Schweine im Jahr. John ist da ganz offen. Die Schweine hält er nur aus Investment Gründen, und weil er die Gülle braucht. Ich bewunder seine Offenheit und sein Selbstbewusstsein.

Sie produzieren v.a. Mais und Soja, nutzen Getreide als Zwischenfrüchte. Diese häckseln sie dann im Frühjahr als Ganzpflanzensilage und verfüttern es an die Kühe.

Etwa 6.000 Menschen besuchen im Jahr die Farm, davon 2.000 Kinder, die mit ihrer Familie oder ihrer Klasse eine „Farm Tour“ machen.

Zunächst bekommen wir eine Vorführung einer Sämaschine – John Deere ist einer ihrer Sponsoren 😉

Danach haben wir eine wirklich tolle Tour gemacht. Mit Trecker und Wagen ging es zunächst zum kleinen Hofladen:

Weiter am Schweinestall vorbei, wo der Landwirt selber gar nicht wusste, ob überhaupt gerade Schweine drin sind 🙈 – und nein, es waren keine im Stall 🤔🙄😂

Ein geräumiger Besucherraum trennt die Schweine von den Besuchern. Das war richtig klasse gemacht. Weiter ging es durch Wald und Flur, an den ‚Beef-Cattle‘ vorbei wieder zur Farm.

Zurück auf der Hofstelle haben wir uns diese etwas genauer angesehen – ganz viele Jersey Kühe 😍

Nachdem ich angedroht bzw. angekündigt hatte, dass ich ein Kälbchen mit ins Handgepäck schmuggeln würde, bekamen wir diese schon mal gar nicht zu Gesicht 🤷🏼‍♀️😅. Naja, muss ich mir wohl noch eine andere Quelle überlegen. 😉

Nach der Betriebsbesichtigung sind wir ein letztes Mal zu unseren Workshops übergegangen. In einer großen Runde stellten Heike, Werner und Agnes ihre Art der Öffentlichkeitsarbeit vor. Aber auch von amerikanischer Seite gab es zwei Vorträge zu dem Thema. Es war sehr spannend, und ich werde Euch in der nächsten Zeit sicher noch von den Ergebnissen berichten, nur jetzt würde das wirklich den Rahmen sprengen. Nur soviel schon einmal – die Amerikaner sind insgesamt viel selbstbewusster. Das sieht man auch im Umgang mit z.B. Sponsoren – da sind sie einfach offen.

Im Anschluss an den Farmbesuch ging es für uns zurück nach Davenport zum Baseball. Äußerst interessant. Die Regeln sind kompliziert und die Stimmung ist mit unserer sowohl beim Fußball als auch beim Hand- oder Basketball nicht vergleichbar – gefühlt gehen die Menschen zum Baseball, um einfach vollkommen legal in der Öffentlichkeit mit den Freunden ein Bierchen trinken zu können. Für mich war es dennoch spannend – es bleibt ein sehr interessantes Spiel.

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The John Deere Pavillon

Gestern Nachmittag sind wir in Moline angekommen. Zusammen mit Davenport, Bettendorf und Rock Island bildet Moline die Quad Cities. Moline liegt noch in Illinois, die Grenze zu Iowa bildet der Mississippi.

In Moline hat John Deere seinen Hauptsitz und seinen Pavillon.

Hier haben wir zunächst eine äußerst interessante Führung bekommen. Erst ging es um die Geschichte von John Deere Company und später um deren Produkte.

Mit dem Mais möchte John Deere zeigen, dass auf der einen Seite immer mehr Menschen geboren werden und auf der anderen Seite immer mehr Menschen in den Städten leben. Es bleiben also immer weniger, die auf dem Land Lebensmittel produzieren.

Nach der Runde durch den Pavillon gingen wir mit drei Mitarbeitern von John Deere in medias res. In einem kleinen Raum im Pavillon stellten wir unsere Fragen zu den Bereichen Farming 4.0, Öffentlichkeitsarbeit und Datensicherheit.

Insgesamt war das jedoch total ernüchternd. Denn es gab letztlich keine Antworten auf unsere Fragen. Auch auf konkrete Nachfrage hin, was denn nun die „take Home Messages“ seien, hüllten sich die drei in Schweigen.

Ein wenig frustriert verließen wir die Örtlichkeiten und sind am Flussufer des Nebenarms des Mississippis sehr lecker etwas Essen und Trinken gegangen. Das hob vieles wieder auf. Ich muss sagen, wir sind mit einer echt tollen Truppe hier. Es macht richtig Spaß, deshalb ärgern wir uns nicht über den Nachmittag. Jetzt heißt es Krone richten und weiter geht’s. Morgen gibt’s Jersey Kühe 🐮😍

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Tag der Landmaschinen oder einfach „Blechporno“?

Gestern war der „Tag der Landmaschinen“. Morgens haben wir eine Außenstelle von Horsch besucht und uns den ‚planter‘, also eine Sä- bzw. Drillmaschine, angeschaut.

In der Gegend, in der wir unterwegs sind, befindet sich der „corn belt“, also der Mais-Gürtel der USA. Die typische Fruchtfolge hier ist Mais und Soja, wahlweise auch gerne zwei Jahre Mais und dann ein Jahr Soja. Getreide oder gar Zwischenfrüchte werden hier nicht angebaut. Und jetzt kommt die Firma Horsch ins Spiel – sie bringt hier einen ‚planter‘ auf den Markt, der neben Mais und Soja, auch Getreide, Zuckerrüben, Raps und Zwischenfrüchte drillen kann.

An dem Standort werden Versuchsfelder angelegt, die den Landwirten vor Ort zeigen, was es für Möglichkeiten gibt. Horsch bietet zudem Schulungen an, welche neben der Anbaumethoden auch das Thema Bodendruck zur Schonung des Bodens beinhaltet.

Mich als nicht Ackerbauer hat dieser Vormittag absolut beeindruckt. Die Maschine ist der Hammer (ja, Blechporno scheint auch bei Tierärztinnen mit Schweinehaltung zu ziehen 🙄🙈😂), und ich finde es mega spannend, welchen Weg die Firma Horsch hier beschreitet – Nachhaltigkeit per excellence. Richtig klasse! Ich hoffe, dass sie sich in diesem Bereich auch hier in den USA durchsetzen können.

Und nun noch ein paar Eindrücke für Euch:

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Mit dem Bus durch den Kuhstall…

Gestern Nachmittag haben wir dann bei den Fair Oaks Farms am Kuh-Adventure teilgenommen. Ja, bei Fair Oaks gibt es nicht nur Schweine. Der Betrieb hält noch etwa 38.000 Kühe 🐮 – in 11 Farmen à 3.500 Tiere. Auf dem Betrieb werden täglich zwischen 80-100 Kälber geboren.

Soweit die Zahlen-Daten-Fakten – zurück zu unserer Tour. Zunächst ging es wieder in einen Schulbus, wie auch auf der Tour zum Schweinestall. Schon aus der Ferne konnten wir die beeindruckende Größe der Kuhställe bestaunen. Im Hintergrund lief eine Ansage über Band, die uns den Betrieb erklärte.

Mit dem Bus sind wir an der Gülleaufbereitung vorbei, direkt zur Futterlagerung gefahren. Die Silos sind einfach riesig. Ich habe etwas Mitleid mit den Menschen, die hier abdecken müssen.

Weiter ging es an den Kuhställen der Länge nach vorbei und dann, ob Ihr es glaubt oder nicht, auf dem Futtertisch mit dem Bus durch den Kuhstall. Die Kühe kennen das offensichtlich – die meisten blieben in ihren Liegeboxen liegen und ließen sich nicht weiter stören.

Nach der Tour durch den Stall fuhren wir in eine „Garage“ im Melkhaus. Dort stiegen wir aus und konnten beim Melken zusehen.

Gemolken wird in einem 72er Außenmelker-Karussell. Hispanics übernehmen den größten Teil der Arbeiten im Stall. Mit vier Leuten werden hier an drei Melkzeiten die Kühe gemolken – Fließbandarbeit.

Insgesamt haben mir die Kühe sehr gut gefallen. Sie waren, was wir gesehen haben, sowohl gut auf den Beinen als auch gut im Futter.

Zurück auf der Hofstelle mussten wir ja noch einen Blick in die Geburtsstation werfen. Es hatten gerade ganz frisch zwei Kühe gekalbt. Die Besucher können dieses hier live vor Ort verfolgen.

Etwa eine Stunde bleiben die Tiere zusammen mit ihren Kälbern. Dann werden sie zurück zum Betrieb gefahren und getrennt. Die Kuh geht ins Karussell melken, die Kälber auf einen weiteren Betrieb in die Aufzucht. Die männlichen Tiere also die Bullenkälber werden schon nach etwa 4-5 Tagen verkauft.

Ich habe noch ein kleines Video über die Kuh-Tour gemacht. Schaut gerne einmal rein:

Cow Adventure

Insgesamt muss ich sagen, sind die Fair Oaks Farms absolut eine Reise wert. Es hat mich total beeindruckt mit welcher Selbstverständlichkeit und Selbstvertrauen hier ein Betrieb mit großer Tierhaltung sich der Öffentlichkeit stellt. Ich denke, wir haben viele toll umgesetzte Ideen gesehen, die wir in mit rauchenden Köpfen mit nach Hause nehmen werden.

Allgemein, Landwirtschaft, USA

The Fair Oaks Farms

Heute morgen sind wir in der Frühe aufgebrochen zu den Fair Oaks Farms. Natürlich darf bei einem so wichtigen Termin die Rosalie nicht fehlen. Das Wetter ist großartig, die Sonne zeigt sich von ihrer besten Seite.

Dort angekommen haben wir als erstes die Pig Adventure Tour gemacht.

Mit einem ganz „Oldschool“ Schulbus ging es dann zu den Ställen. Alleine das war schon ein tolles Highlight.

Am Stall angekommen sind wir durch eine virtuelle Dusche und könnten dann uns ganz frei über den Ställen bewegen. Zu sehen war eine ganz konventionelle Ferkelproduktion. Nichts ist geschönt – alles ist zu sehen.

Mit sehr viel Liebe zum Detail wird mit bunten Tafeln die Schweineproduktion erklärt.

Selbst an den Toiletten kann man noch etwas über Schweine lernen.

Für die Kinder sind viele tolle Dinge einfach auch greifbar.

Insgesamt haben wir eine ganz wunderbare Art der Öffentlichkeitsarbeit erleben dürfen, wir sind absolut begeistert! Hier haben wir noch ein paar Bilder für Euch…

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USA – 633 Meilen – 3 Bundesstaaten – 7 Tage – ein Reisetagebuch

Gestern morgen ging es ganz früh nach Frankfurt zum Flughafen – Zwischenstopp in Warschau und weiter nach Chicago. Dort angekommen haben wir nur noch etwas Kleines zu Abend gegessen und sind dann schlafen gegangen.

In den nächsten sieben Tagen werden wir reisen – 633 Meilen durch Illinois, Indiana und Iowa. Wir werden verschiedene Farmer besuchen, die alle sehr aktiv im Bereich Öffentlichkeitsarbeit sind. Ich bin total gespannt, was wir so alles sehen und erleben werden…

Heute morgen haben Marcus und ich unsere beiden Wegbegleiter für die nächsten Tage abgeholt. Ich muss sagen, gefällt mir sehr gut 😉

Und weiter geht’s. Unser erster Tripp führt uns von Chicago, Illinois nach Indiana zu Brian Scott und seiner Familie. Brian ist Ackerbauer und betreibt die Seite The farmer’s Life.

Scott baut Soja (Vermehrung und Endprodukt für den Markt) und Mais – neben „normalem“ Mais auch Mais für Popcorn und für die Industrie (Kraftstoff, Stärke, Kleber,…) an. Gespannt haben wir ihm zugehört, was er uns über Preisgestaltung, Vermarktungswege und Anbautechniken berichtet hat.

Beeindruckend sind auch seine Aktivitäten im Bereich des Bloggings. Seine Facebook Seite @TheFarmersLife gefällt fast 60.000 Menschen und auch bei YouTube und Twitter ist er ganz aktiv.

Sein Vater unterhält derweil ein anderes Hobby. In einem kleinen Museum sammelt er alte „Agrartechnik“ – von der Sense bis zum Mähdrescher befindet sich auch wirklich fast alles, was in den letzten hundert Jahren in der Landwirtschaft als Hilfe genutzt wurde, in seiner Sammlung. Sehr beeindruckend!

Insgesamt haben wir einen großartigen Betrieb besucht. Vielen Dank noch einmal an Brian und seine Familie, dass sie uns empfangen haben und sich so viel Zeit für uns genommen haben. Einfach toll! 😉👍

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